Bildungscampus Heidemarie Lex-Nalis Wien

  • Objektart: Öffentlicher Bau

  • Standort: Wien

  • Baujahr Fertigstellung: 2023

  • Bauherr: Stadt Wien

  • Architekt: POS architekt:innen ZT gmbh

  • Projektbeteiligte: team gmi Ingenieurbüro GmbH, KS Ingenieure ZT GmbH, IBO GmbH, Kubik Project GesmbH, Hoyer Brandschutz GmbH, outside< landschaftsarchitektur, Pokorny Lichtarchitektur, IB Ronge Stria, Sportatelier Novak

Mit dem Bildungscampus Heidemarie Lex-Nalis ist im 11. Wiener Bezirk eine gesamtheitlich integrative ganztägige Bildungseinrichtung für Kinder und Jugendliche mit Bildungsräumen, Team- und Sozialräumen, Sport-, Therapie-, Kreativ-, und Speiseräumen, Freiflächen und einem Veranstaltungssaal entstanden.

Verzahnung von Grünraum und Gebäude

Das Grundstück befindet sich an der Siedlungskante im Bereich der ehemaligen Donauauen, entlang der Rappachgasse zog sich früher ein Donauarm. Wie ein Schiff liegt der flache Baukörper im ehemaligen Auwald. Breite begrünte „Landungsbrücken“ verbinden es mit der bewaldeten „Uferzone“. Die Kammtypologie schafft geschützte Außenräume und ein Verzahnen von Grünraum und Gebäude.

Die Fassaden erhielten vertikale Begrünungen. Dadurch entstanden attraktive und sonnengeschützte Außenräume. Von den Bildungsbereichen sind diese Außenräume und auch die Gartenbereiche direkt zu erreichen. So können die Kinder auch kurze Pausen im Freien verbringen.

Low Tech und Sonnenschutz

Ein maximaler Wärmeschutz, ein wirksamer Schutz gegen sommerliche Überwärmung, hoher Tageslichtanteil und regensichere Querlüftbarkeit waren Ziel der Planung. Dazu werden einerseits eine Passivhaushülle, hohe Speichermasse und Bauteilaktivierung eingesetzt. Weiters beschattet ein Kranz von Vordächern die Bildungsräume auf der Süd- und Westseite. 60 cm hohe Pflanztröge bilden eine Schallbarriere, ein Netz stellt die Absturzsicherung dar. Durch Raffstores mit Lochung kann der Sonnenschutz gezogen bleiben und dennoch genügend Tageslicht und Ausblick für den Raum erreicht werden.

Nutzung erneuerbarer Energien vor Ort bis zum Plusenergiestandard.

Das Campus-Gebäude ist als Niedrigstenergie-Gebäude geplant. Wärme und Kältebedarf wird zur Gänze vor Ort durch Grundwasser, Erdwärmesonden und Photovoltaik gedeckt. Der Strombedarf ist teilweise gedeckt. Die Hälfte der Dachfläche steht noch zum Ausbau der Photovoltaik zur Verfügung, damit kann Plusenergiestandard annähernd erreicht werden.

Quelle: POS architekt:innen ZT gmbh / Stadt Wien