solid UNIT Bayern kritisiert einseitige Holzbauförderung

27. Juli 2022

„Wir begrüßen Bauförderprogramme der Bayerischen Staatsregierung. Sie können und müssen wichtige Impulse für klimagerechtes Bauen geben. Mit der einseitigen Förderung von Holzbauweisen wird Bayern sein ehrgeiziges Ziel, bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu sein, jedoch nicht erreichen. Nur eine baustoffneutrale Förderung aller CO2-freien oder -armen Bauweisen bringt uns diesem Ziel näher. Denn 80 Prozent unserer gebauten Umwelt ist und wird aus Massivbaustoffen wie Beton und Mauerwerk gebaut. Wir müssen deshalb die Potentiale innovativer Massivbaustoffe für den Klimaschutz erkennen, nutzen und fördern.“ Mit diesen Worten kritisierte Andreas Demharter, Vorstand des Vereins solid UNIT Bayern, die einseitige Holzbauförderung des Freistaats Bayern.

Die Holzbauförderrichtlinie der Bayerischen Staatsregierung fördert im Zeitraum vom 01.06.2022 bis 31.12.2024 den Holzhausbau. Gefördert werden Mehrfamilienhäuser ab drei Wohneinheiten und mindestens 300 qm Bruttogeschossfläche sowie kommunale Bauten wie Kindergärten, Schulen, etc. Auch die Erweiterung oder die Aufstockung von Gebäuden wird gefördert. Voraussetzung ist, dass die Tragwerkskonstruktionen überwiegend aus Holz bestehen.

„Wir fordern die Bayerische Staatsregierung auf, in ihr Bauförderprogramm alle Gebäude einzubeziehen, die mit CO2-armen oder –freien Massivbaustoffen errichtet werden. Denn bei massiven Baustoffen ist die Hebelwirkung einer Förderung besonders groß.“

Der Verein „solid UNIT – Das Netzwerk für den innovativen Massivbau Bayern“ ist ein Zusammenschluss von acht Verbänden der Bauwirtschaft und der Baustoffindustrie.

Pressemitteilung solid UNIT Bayern