Plusenergie-Haus
Aktiv-Stadthaus Frankfurt

  • Objektart: Mehrfamilienhaus

  • Standort: Frankfurt am Main

  • Bauherr: ABG FRANKFURT HOLDING Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main

  • Architekten: Hegger Hegger Schleiff Architekten, Kassel

  • Baujahr Fertigstellung: 2015

  • Forschung: TU Darmstadt Lehrstuhl Energieeffizientes Bauen Prof. Manfred Hegger, Darmstadt; Steinbeis Transferzentrum (Energie-, Gebäude- und Solartechnik), Stuttgart

  • Auszeichnungen: DGNB Klimapositiv 2019, Europäischer Solarpreis 2015, Architekturpreis Gebäudeintegrierte Solartechnik 2017 (2.Preis/Anerkennung), Martin-Elsaesser-Plakette des BDA 2018, Vorbildlicher Bauten im Land Hessen 2020, Nominierung zum BDA-Architekturpreis „Nike“ 2022

Hinweise zum Energiekonzept

  • wärme- und luftdichte Gebäudehülle sowie dezentrale mechanische Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung
  • Wärmeerzeugung über eine elektrische Wärmepumpe, Wärmequelle ist ein nahegelegener Abwasserkanal
  • Pultdach mit 769 hocheffizienten Photovoltaikmodulen und Südfassade mit insgesamt 348 Photovoltaikmodulen
  • Li-FePo-Batterie im Untergeschoss für Ausgleich von Angebot und Nachfrage an Elektrizität und hohen Eigenstrom-Nutzungsanteil

Unweit des Hauptbahnhofes in Frankfurt am Main ist in weniger als zwei Jahren Bauzeit das europaweit größte Aktiv-Stadthaus entstanden und kann zum Vorbild für künftige städtische Mehrfamilienhäuser in Energie-Plus-Bauweise werden.

In dem achtgeschossigen, 27 Meter hohen, rund 160 Meter langen, aber nur knapp neun Meter breiten Aktiv-Stadthaus verteilen sich 74 Wohnungen auf 6.444 qm Wohnfläche, alle größtenteils barrierefrei und dem Konzept der Energieeffizienz entsprechend ausgestattet.

Die Planer des Gebäudes kombinierten die passive Energieeinsparung auf Basis einer hoch wärmegedämmten Gebäudehülle mit aktiver Energiegewinnung. Die auf dem Dach und an der Fassade angebrachten Hocheffizienzmodule erzeugen Solarenergie, der erzeugte Strom wird in einer Batterie im Haus gespeichert und kann dadurch auch nachts genutzt werden. Dank eines Abwasserwärmetauschers lässt sich zudem die Wärme aus dem Abwasser nutzen, um das Gebäude zu beheizen. Möglich wird damit über das gesamte Jahr hinweg die Versorgung mit Wärme aus Ressourcen, die bislang ungenutzt blieben.

Weitere Informationen

Bild 1, 3 und 4: Herbert Kratzel
Bild 2 und 5: Ralf Pelkmann