Durakron – Gewichts- und ressourcen-optimierte Beton-Blockstufe in Serienfertigung

4. März 2026

Was ist das Problem, mit dem ihr euch befasst? Worin besteht die Nachhaltigkeitsherausforderung?

Blockstufen gehören zu den alltäglichen Elementen im Garten-, Landschafts- und Verkehrswegebau. In der Regel bestehen sie durchgehend aus massivem Beton und bringen entsprechend viel Gewicht mit – nicht nur auf der Baustelle, sondern auch in der ökologischen Bilanz. Die Herausforderung liegt im hohen Einsatz mineralischer Rohstoffe wie Sand, Kies und Zement, verbunden mit erheblichem Energieeinsatz und CO₂-Emissionen. Gleichzeitig unterliegt das Produkt strengen baurechtlichen Normen sowie hohen gestalterischen Erwartungen. Der Spielraum für nachhaltige Optimierungen scheint begrenzt.

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„Der größte Vorteil liegt in der deutlichen Reduzierung des Stufengewichtes. Dadurch werden bis zu 35 % Einsparungen des zementgebundenen Betons und somit auch eine spürbar geringere CO2 Belastung in der Herstellung erwirkt.“

Martin Ehrentraut

Leiter Marketing, Kronimus AG

Was ist euer Lösungsansatz / die Innovation?

Mit der Entwicklung der gewichtsoptimierten Blockstufe Durakron wurde eine Lösung realisiert, die diese Anforderungen adressiert. Der technische Ansatz: Eine innere Hohlraumstruktur reduziert das Volumen der Stufe um 32 bis 42 %, je nach Länge. Damit sinkt nicht nur das Gewicht – von rund 129 kg auf 86 kg pro laufendem Meter –, sondern vor allem auch der Bedarf an Beton. Die Besonderheit liegt in der Umsetzung als serienfähiges Produkt für den Regelmarkt. Während vergleichbare Konzepte bislang Sonderlösungen vorbehalten waren, ist Durakron als Standardprodukt verfügbar – mit gleichbleibender Maßhaltigkeit, Bearbeitbarkeit und Tragfähigkeit. Zuschnitte vor Ort sind problemlos möglich.

Was ist der Impact?

Seit Markteinführung im Jahr 2023 konnten durch den Einsatz der Durakron-Stufe bereits über 284 Tonnen Beton eingespart werden – bezogen auf die Menge, die bei konventioneller Ausführung angefallen wäre. Die CO₂-Einsparung beträgt rund 17,6 kg CO₂e pro Stufe, was einer Reduktion von etwa 35 % entspricht.
Neben dem geringeren Materialeinsatz entstehen weitere Effekte entlang der Wertschöpfungskette: geringere Transportlasten, reduzierter Energiebedarf im Herstellprozess und eine leichtere manuelle Verarbeitung auf der Baustelle.

Die Stufe kommt ohne Bewehrung aus, ist vollständig recyclebar und verzahnt sich durch ihre Geometrie stabil mit dem Mörtelbett. Strahlstäube aus dem Kalibriervorgang werden gesammelt und in den Produktionskreislauf zurückgeführt. Der Fokus liegt auf einfachen, nachvollziehbaren Wirkmechanismen – im Produkt und im Prozess. Trotz der Volumenreduktion bleibt die Belastbarkeit hoch: In der Biegezugprüfung wurde eine Bruchlast von 2 Tonnen erreicht.

Durakron zeigt, dass auch bei scheinbar aus entwickelten Standardbauteilen konkrete Einsparungen möglich sind. Die Kombination aus Materialreduktion, gleichbleibender Funktionalität und Serienfähigkeit eröffnet ein direkt nutzbares Potenzial zur Ressourcenschonung – in hoher Stückzahl, ohne Systemwechsel.

Weitere Infos auf der Website von Kronimus

Beitrag von
Gramatiki Satslidis

E-Mail
satslidis@betonservice.de