Baustahlgewebe ist neues Mitglied bei solid UNIT
16. September 2026

Kreislauforientiertes Bauen setzt auf wiederverwertbare Materialien – zum Beispiel Stahl aus recyceltem Schrott. Stahl, der immer wieder zu Stahl wird. Mit der Baustahlgewebe GmbH gewinnt solid UNIT einen Netzwerkpartner, der diesen Kreislaufprozess seit Jahrzehnten im industriellen Maßstab umsetzt.
Die Unternehmensgruppe RSE, zu der die Baustahlgewebe GmbH gehört, zählt zu den führenden Herstellern von Bewehrungsstahlprodukten für den Stahlbetonbau, darunter Betonstahlstäbe, -ringe, -matten sowie Gitterträger. Produziert wird der Stahl ausschließlich im Elektrostahlwerk in Kehl, dem zentralen Standort der Gruppe. Dort entstehen jährlich bis zu 2,5 Millionen Tonnen Stahl – nicht aus Primärrohstoffen, sondern aus recyceltem Stahlschrott. Der Stahl wird dann in den Drahtwerken der Gruppe zu fertigen Bewehrungsprodukten weiterverarbeitet.
Eingeschmolzen wird der Schrott im Elektrolichtbogenofen. Das Verfahren emittiert rund 80 Prozent weniger CO₂ als die klassische Hochofenroute und gilt als Schlüsseltechnologie der Kreislaufwirtschaft.
Obwohl die Stahlproduktion energieintensiv ist, zählt das Werk in Kehl zu den produktivsten und effizientesten Elektrostahlwerken Deutschlands und liegt laut internationalen Emissionsdaten auf Platz 3 der emissionsärmsten Elektrostahlwerke weltweit. Es ist zudem das einzige Stahlwerk in Baden-Württemberg.
Thomas Zawalski, Geschäftsführer solid UNIT: „Was mich an der Produktion in Kehl beeindruckt, ist der durchgängige Materialkreislauf: Aus Schrott wird Stahl, aus Stahl wird Bewehrung – und am Ende trägt er den Beton. Baustahlgewebe zeigt, wie ein solcher Kreislauf im industriellen Maßstab aussehen kann.“
Dr. Christian Piehl, Geschäftsführer Baustahlgewebe GmbH: „Wir geben Stahlschrott ein neues Leben und schaffen daraus einen Werkstoff für Generationen. Darin liegt für uns der Wert eines zirkulären Umgangs mit Rohstoffen.“




