Die Vorteile mineralischer Baustoffe

Gebäude sollen bei der Erstellung möglichst wenig Ressourcen verbrauchen, eine hohe Lebensdauer erzielen, wirtschaftliche Herstellungs-, Betriebs- und Instandhaltungskosten haben, für ein schadstofffreies Wohnklima sorgen und die Umwelt wenig belasten. Vieles spricht für die Massivbauweise mit mineralischen Baustoffen.

Beim Bau von Massivhäusern kommen mineralische Baustoffe zum Einsatz. Sie bestehen aus natürlichen Rohstoffen, die aus der Region kommen. Da die Produktionsstandorte in unmittelbarer Nähe zur Lagerstätte der Rohstoffe liegen, entfallen energie- und emissionsintensive Transporte. Die durchschnittlichen Transportentfernungen liegen bei 100 Kilometern.

Mineralische Baustoffe können nach dem Rückbau eines Bauwerks zu mehr als 90 Prozent stofflich verwertet werden. Sie werden zum Beispiel als Recyclingbaustoffe im Hoch- und Tiefbau eingesetzt. Dies spart mineralische Primärrohstoffe ein und schont natürliche Ressourcen. So können Recyclingbaustoffe fast 13 Prozent des Bedarfs an Gesteinskörnungen in Deutschland decken.

Massive Bauten punkten durch einen kostengünstigen Quadratmeter-Preis in der Erstellung. Darüber hinaus sind sie sehr wertbeständig. Ein gepflegtes massiv gebautes Haus ist eine verlässliche Geldanlage. Der Wiederverkaufswert wird von Maklern und Sachverständigen als hoch eingestuft.

Massivhäuser sind äußerst widerstandsfähig gegenüber jeglichen Witterungsbedingungen, Feuchte oder Ungezieferbefall. Sie haben daher eine Lebensdauer von über 80 Jahren und können über mehrere Generationen genutzt werden. Ein Massivhaus kann mit relativ wenig Geld gepflegt und instand gesetzt werden. Es kann auch noch nach vielen Jahrzehnten problemlos an-, um- und ausgebaut werden. Deshalb sind Häuser mit Massivbauweise auch wertbeständiger als viele alternative Bauweisen.

Massivhäuser verfügen über ein gutes Raumklima. Dabei wirkt sich vor allem die wärmespeichernde Wirkung von massiven Decken und Wänden positiv aus. Sie halten im Winter die Wärme im Haus und wirken im Sommer als Hitzepuffer. Selbst wenn draußen große Hitze herrscht, ist es innen angenehm kühl. Speziell im Frühjahr und im Herbst speichern die Wände die durch die Fenster einfallende Wärmestrahlung und geben die Wärme in den Abendstunden an die Raumluft wieder ab. So kann die Heizperiode über das gesamte Jahr gegenüber leichteren Wandkonstruktionen spürbar verkürzt werden.

Zudem trägt die Luftfeuchteregulierung mineralischer Baustoffe zum angenehmen Raumklima bei. Sie benötigen außerdem keinerlei chemische Behandlung gegen Schimmel, Fäulnis oder Insekten und dünsten auch selbst keine Schadstoffe aus.

Für die Senkung des Energieverbrauchs in Wohngebäuden leisten moderne Massivbauhäuser einen wichtigen Beitrag. Sie bieten aufgrund der guten Wärmespeicherfähigkeit von massiven Baustoffen bei gleicher Wärmedämmung und Heiztechnik einen geringeren Heizenergiebedarf als Leichtbauweisen. Daraus resultiert ein kleinerer ökologischer Fußabdruck während der Nutzungsphase.

Massive Wände und Decken brennen nicht und verlieren nicht ihre Form. Sie bieten keine Hohlräume, durch die das Feuer sich ausbreiten kann. Mineralische Baustoffe geben während eines Brandes auch keine schädlichen Dämpfe und Gase ab. Massivhäuser verfügen daher über eine hohe Feuerwiderstandsklasse und halten großen Hitzeeinwirkungen lange stand.

Massivhäuser bieten einen hervorragenden Schallschutz. Die schweren, massiven Wände, Treppen und Decken verfügen über eine hohe Rohdichte, sodass sie zuverlässig gegen Luftschall dämmen. Sie schützen die Bewohner vor zu viel Lärm von innen und draußen.

Die mineralischen Baustoffe werden stetig weiterentwickelt. Intensive Forschungsarbeiten ermöglichen innovative Herstellungsverfahren, Produkte und Bauweisen. Der Einsatz von alternativen Bewehrungsmaterialien, Infraleichtbeton sowie ständig für verschiedene Anwendungsfälle in Ein- und Mehrfamilienhäusern optimierten Mauersteinen sind einige Beispiele hierfür. Hinzu kommen additive Fertigungsverfahren wie der 3D-Betondruck, der Einstieg in die Entwicklung eines Mauerwerks-Roboters und Carbon-Capture-Technologien bei der Zementproduktion. All dies führt zu einem noch effizienteren Ressourceneinsatz und zu einer weiteren Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks.

Fazit: Nachhaltig beeindruckend

Wenn wir den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes betrachten, kann die massive Bauweise nachhaltig punkten – weil sie natürliche, regionale Stoffkreisläufe nutzt, widerstandsfähig gegenüber klimatischen Veränderungen sowie Feuer, Feuchte und Schädlingsbefall ist und eine gute Ökobilanz aufweist.

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